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01.03.2012Unter Koordination der Phytowelt geht das multidisziplinäre grünweiße Biotechnologieprojekt AELMON an den Start
Das BMBF hat die Förderbewilligung für das Projekt AELMON an ein Konsortium von zwei KMUs und zwei akademischen Instituten verschickt. AELMON wird in Kooperation mit dem Karl-Winnacker-
Institut der DECHEMA in Frankfurt, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie den
beiden KMUs Phytowelt GreenTechnologies und der in Düsseldorf ansässigen Autodisplay Biotech
GmbH durchgeführt. Das Projekt erschließt neuartige Grundlagen für die Nutzung pflanzlicher
Enzymsysteme in industriellen Produktionssystemen.

AELMON ist das Akronym für „Artifizieller ELektronentransfer und pflanzliche Monooxygenasen als
Basis innovativer Katalysesysteme“. Der wissenschaftliche Hintergrund ist die industrielle Nutzung
einer Familie von Pflanzenenzymen – den so genannten P450-Enzymen, deren herausragende
Eigenschaften schon seit langem bekannt sind, die sich aber bisher nicht wirtschaftlich für chemische
Synthesen einsetzen lassen. „Durch die Mitarbeit in diesem Projekt kann sich die Autodisplay-
Technologie weiter als Lösungsansatz für die Darstellung schwierig zu handhabender Enzyme wie
den P450-Enzymen positionieren,“ sagt Dr. Ruth Maas, Geschäftsführerin der Autodisplay Biotech.

Das Projekt stellt für die Firmenstrategie der Phytowelt, Know-how der Pflanzenbiotechnologie für
neue, zum Teil überraschende Anwendungsgebiete einsatzfähig zu machen, einen wichtigen
Meilenstein dar. „Die spezielle Thematik besetzt die Schnittstelle zwischen Grüner und Weißer
Biotechnologie und hat das Potenzial, völlig neue Wertschöpfungsketten zu erschließen,“
kommentiert Dr. Peter Welters, Geschäftsführer der Phytowelt das Projekt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der im Projektrahmen zu untersuchenden Systeme ist die Biosynthese
eines Terpens, dessen potente pharmakologische Eigenschaften es bereits in den Fokus der
Krebsforschung gerückt haben. Ein weiteres Teilprojekt wird die Untersuchung neuer
Synthesemethoden von Grundbausteinen für innovative Kunststoffe mit Premiumeigenschaften sein.

Besonderes Innovationspotenzial bezieht AELMON aus neuartigen Verfahren zur Produktion der
P450-Enzyme bei den Partnern Uni Münster und AutoDisplay, aber auch aus der geplanten
Entwicklung eines neuen biotechnologischen Verfahrens unter Einsatz der Elektrochemie. Die
Kombination von Elektrochemie und Biokatalyse stellt einen Forschungsschwerpunkt der DECHEMA
dar, der das Design besonders nachhaltiger Produktionsprozesse mit P450-Monooxygenasen zum
Ziel hat.

AELMON ist zunächst auf 3 Jahre ausgelegt; Kick-Off für das Projekt war am 19.12.2011.

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