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27.05.2020Covestro und Neste bündeln Kräfte
Erneuerbare Rohstoffe für die Kunststoffproduktion

Neste und Covestro starten eine strategische Zusammenarbeit in Europa, um die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe in der Kunststoffproduktion zu fördern. Covestro soll mit Material aus erneuerbaren Quellen beliefert werden, das einen wichtigen Teil der bisher zur Herstellung von Polycarbonaten verwendeten fossilen Rohstoffe ersetzt. Der Hochleistungskunststoff wird zum Beispiel in Autoscheinwerfern, LED-Leuchten, elektronischen und medizinischen Geräten sowie der Automobilverscheibung genutzt.

Kurzfristig zielt die Zusammenarbeit darauf ab, mehrere tausend Tonnen fossiler Rohstoffe zur Herstellung von Polycarbonaten durch Rohstoffe zu ersetzen, die mit erneuerbaren Kohlenwasserstoffen von Neste hergestellt werden. Neste produziert diese Kohlenwasserstoffe vollständig aus erneuerbaren Rohstoffen wie Alt- und Rückstandsölen und -fetten. Da das Produkt von Neste ein Drop-in-Ersatz für häufig verwendete fossile Rohstoffe in der Polymerproduktion ist, eignet es sich für bestehende Produktionsinfrastrukturen und ermöglicht es Kunden wie Covestro, nachhaltigere Produkte mit gleichbleibend hoher Qualität mit ihren bestehenden Verfahren herzustellen.

Förderung der Verwendung nachhaltiger Materialien
„Die Polymer- und Chemieindustrie wird eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft und im Kampf gegen den Klimawandel spielen. Aus diesem Grund hat sich Neste verpflichtet, Vorreiter der Branche wie Covestro auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit zu unterstützen“, sagt Peter Vanacker, Präsident und CEO von Neste. „Unsere Zusammenarbeit ermöglicht es Covestro, eine bedeutende Rolle bei der Bereitstellung klimafreundlicherer Rohstoffe für führende Marken zu spielen und ihnen zu helfen, ihre materialbezogenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Mit Covestro wird die positive Wirkung der erneuerbaren Kohlenwasserstoffe von Neste über den Bereich der Polyolefine hinaus erweitert, was den Wert des Produkts und seine Kompatibilität mit komplexeren Wertschöpfungsketten zeigt.“

„Mit dieser Zusammenarbeit unterstreichen wir unsere Absicht, die industrielle Produktion entlang der Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten und den Wandel zur Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Eine wichtige Grundlage dafür ist die intensivere Nutzung alternativer Rohstoffe, so wie wir es tun“, betonte Markus Steilemann. „Wir wollen mit vielen Partnern kooperieren, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft, das große soziale Gesamtprojekt der kommenden Jahre und Jahrzehnte, zu bewältigen. Zu diesem Zweck arbeiten wir auch mit vorgelagerten Partnern wie Neste zusammen, um unseren eigenen Rohstoffbedarf noch stärker aus erneuerbaren Quellen zu decken. Mit dieser Umstellung unserer Produktion verhelfen wir wichtigen Industriezweigen wie der Automobil- und Elektronikindustrie zu mehr Nachhaltigkeit und verringern die Abhängigkeit vom Erdöl.“

Künftig wollen beide Unternehmen ihre Partnerschaft auch auf andere Kunststoffarten ausweiten. Zugleich laden sie weitere Akteure entlang der Wertschöpfungsketten zur Zusammenarbeit ein.

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