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25.06.2014Deutsch-Japanische Gesellschaft Bielefeld zeichnet aus
Der aus Osaka, Japan, stammende Hironori Taniguchi hat am Samstag, 21. Juni, den Hajime-Hoshi-Preis erhalten. Taniguchi ist Doktorand an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld. Der in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehene und mit 1.000 Euro dotierte Preis wird von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld (DJG) für japanische Studierende an der Universität Bielefeld gestiftet, die sich durch besonders gute Leistungen und ihr Engagement für ein gutes Miteinander auszeichnen. Die Verleihung fand im Alten Rathaus statt, wo die DJG am selben Tag ihr 25-jähriges Bestehen feierte. Die Urkunde überreichten Peter H. Meyer, Präsident der DJG, und Vizepräsidentin Mami Busse.

Nachdem er sein Studium der Biowissenschaften an der Universität Kyoto abgeschlossen hatte, kam Hironori Taniguchi im Sommersemester 2013 mit einem Stipendium der Bayer AG in die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Volker Wendisch an der Universität Bielefeld. Hier begann er seine Doktorarbeit zur Kontrolle der Genexpression in Bakterien. Taniguchi arbeitet hierfür mit dem Corynebakterium glutamicum, das große Mengen der Aminosäre Glutamat produzieren kann. Glutamat ist ein vor allem in der japanischen Küche sehr geschätzter Geschmacksverstärker, der für den sogenannten Umami-Geschmack verantwortlich ist. Professor Wendisch, der die Laudatio hielt, stellte die Bedeutung von Taniguchis Forschung heraus und lobte seine Anstrengungen, auch anderen japanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Einleben an der Universität zu erleichtern.

Der Hajime-Hoshi-Preis wird jährlich gemeinsam von der DJG und der Universität Bielefeld verliehen und trägt den Namen eines bedeutenden japanischen Wissenschaftsförderers: Der Pharmazieunternehmer Hajime Hoshi (1873 bis 1951) war mehrfach Abgeordneter im japanischen Parlament und stellte kurz nach dem Ersten Weltkrieg der „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ beträchtliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Aus diesem „Hoshi-Fonds“ wurden in der Folgezeit mehr als 100 deutsche Nachwuchswissenschaftler gefördert.

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