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20.11.2013CO2-Nutzung als Kraftstoff und Chemierohstoff steht in den Startlöchern
Anfang Oktober 2013 trafen sich die 140 führenden Köpfe der CCU-Technologien (Carbon, Capture & Utilisation) für drei Tage in Essen zur größten Konferenz in Europa zum Thema: „CO2 as chemical feedstock – a challenge for sustainable chemistry“. Nun stehen Ende November sämtliche 35 Präsentationen zum Download bereit und bieten einen kompletten Überblick über diese spannenden neuen Technologien.

Während Kohlendioxid (CO2) in der Regel nur als Klimakiller gilt, den man im besten Fall vermeiden oder unterirdisch speichern sollte („Carbon Capture & Sequestration), machen sich immer mehr Wissenschaftler und Ingenieure Gedanken darüber, wie man es als nahezu unendlich verfügbaren Kohlenstoffträger als Kraftstoff oder Chemierohstoff nutzen bzw. recyceln kann. Um das träge Molekül CO2 wieder nutzbar zu machen, muss man es zunächst mit Energie wieder aufbrechen, die Chemiker sprechen hier von „Reduktion“. Nutzt man hierzu Erneuerbare Energien, entstehen eine Vielzahl interessanter und umweltfreundlicher Möglichkeiten zur Speicherung von Energie, zur Produktion von Methan und flüssigen Kraftstoffen oder auch zur Produktion von Chemikalien und Kunststoffen. Was geradezu wie ein Märchen klingt, ist schon weit gediehen. Zahlreiche Demonstrations- und erste kommerzielle Anlagen laufen bereits, die meisten davon in Deutschland.

Im Zentrum stehen dabei unterschiedliche Technologien, CO2 als Kohlenstoffträger stofflich und energetisch nutzbar zu machen. Zum einen sind dies Technologien der „künstlichen Photosynthese“ wie Elektrolyse und katalytische Wasserspaltung, die Pflanzen nachahmen, die aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenlicht Biomasse in Form von Zucker, Stärke, Ölen und Zellulose herstellen. Diesen Prozess möchten Wissenschaftler und Ingenieure auf künstlichem Wege effizienter und unabhängig von Biomasse betreiben. Aber auch biotechnologische Verfahren stehen zur Verfügung, um CO2 z.B. mit Hilfe spezieller Bakterien zu reduzieren und nutzbar zu machen. Und schließlich kann das CO2 in Polymeren und Chemikalien sogar direkt integriert werden, ohne es vorher spalten zu müssen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter dem folgenden Link:

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