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07.12.2015Nachhaltige Ressourcennutzung: Reicht die Biomasse in der Region Krefeld und Venlo für die Produkte von morgen?
INTERREG Konsortium unter Koordination der Phytowelt GreenTechnologies GmbH, Nettetal untersucht Biomassepotenziale in den Städten Krefeld, Venlo und deren Umgebung für die zukünftige Nutzung in Produkten der Chemie- und Lebensmittelindustrie. Die Studie starten in diesen Tagen und soll bis Mai 2016 Ergebnisse liefern.


„Eine nachhaltig gestaltete Zukunft im Sinne einer künftigen Kreislaufwirtschaft ist nur dann möglich, wenn nach der Energiewende nun auch die Rohstoffwende vollzogen wird. Hierfür müssen nachwachsende Rohstoffe wie auch Reststoffströme in Wertstoffe umgewandelt werden, die für die Chemie- und Lebensmittelindustrie als Grund- oder Endprodukt dienen können. Ein entscheidender Punkt ist dabei die Wirtschaftlichkeit und Qualität des vorhandenen Biomassepotenzials einer Region.“, so Dennis Herzberg, Projektleiter des Innovationsnetzwerks RIN Stoffströme.

"In den Niederlanden wird schon seit geraumer Zeit und in enger Zusammenarbeit mit Vertretern öffentlicher Belange, der Forschung und mit Betrieben entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Nahrungsmitteln an der Entwicklung sogenannter 'Metropolitan Foodcluster' gearbeitet. Dabei spielt die 'horizontale' Integration von Biomasseströmen sowohl aus der Forst- und Landwirtschaft, aber auch anderer Sektoren, eine entscheidende Rolle", erklärt Dirk Wascher vom Forschungsinstitut Alterra (Wageningen UR).

Dieses Biomassepotenzial soll nun in den Städten Krefeld und Venlo sowie deren grenzübergreifenden Regionen an Rhein und Maas (Limburg, Nord-Brabant und Mittlerer Niederrhein) untersucht werden, da hier auf engem Raum potentielle Rohstofflieferanten, verarbeitende Industrien und Abnehmer vorhanden sind. Hierfür werden Restströme aus Land- und Forstwirtschaft, industrieller Produktion, Energieerzeugung, Lebensmittelindustrie sowie der städtischen Abfallentsorgung geprüft, um anschließend eine Wirtschaftlichkeitsanalyse des Transportes, Handlings und der Lagerhaltung dieser Ströme zu ermöglichen.


„Das Projekt ist ein weiterer Schritt zu einer nachhaltigeren (bio-)chemischen Produktion. Aus Reststoffen der Lebensmittelherstellung und landwirtschaftlichen Produktion mit natürlichen Prozessen Substanzen und Materialien herzustellen, die die Chemie sonst überwiegend aus petrochemischen Rohstoffen synthetisiert, ist die richtige Entwicklung. Hierdurch wird die Syntheseleistung der Natur genutzt und zugleich ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Ziel ist eine nachhaltigere Wirtschaftsform, die mit den Ressourcen unserer Erde verantwortungsvoll und sorgfältig umgeht.“ beschreibt Dr. Peter Welters, Geschäftsführer der Phytowelt GreenTechnologies GmbH, die Zielsetzung.


Hervorgegangen ist das Projekt aus dem regionalen Innovationsnetzwerk „Modellregion für eine innovative und nachhaltige Stoffstromnutzung“, kurz RIN Stoffströme. Projektpartner neben der Phytowelt sind: Alterra (Wageningen UR), CLIB2021, Umweltberatung Gabi Schock sowie die Wirtschaftsförderung Krefeld.


Das Projekt „Studie über das Biomassepotenzial der Städte Krefeld, Venlo und deren Umgebung“ wird im Rahmen des INTERREG-Programms „Deutschland-Nederland“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der euregio rhein-maas-nord kofinanziert.


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CLIB2021 ist das Kompetenznetzwerk für die industrielle Biotechnologie mit Schwerpunk NRW und starkem internationalen Netzwerk. 2007 in Düsseldorf gegründet, verfügt der Verein nun über etwa 100 Mitglieder aus der Akademia, kleinen und mittleren Unternehmen und der Chemieindustrie. Die internationale Zusammenarbeit und Projektkoordination initiiert und steuert CLIB2021 über derzeit vier Auslandsbüros in Kanada, Russland, Brasilien und Malaysia.

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Phytowelt GreenTechnologies GmbH (PHY) ist ein international tätiges Auftragsforschungs- und Entwicklungsunternehmen mit den Kernkompetenzen industrielle und pflanzliche Biotechnologie. Ihre Dienstleistungen und Prozessentwicklungen schlagen die Brücke zwischen der weißen und grünen Biotechnologie und erschließen das Potenzial pflanzlicher Biodiversität für die Einführung nachhaltiger, industrieller Produktionsprozesse aus nachwachsenden Rohstoffen.
Kenntnisse über pflanzliche Sekundärmetaboliten, ihre Biosynthesewege und die beteiligten Enzyme im Zusammenhang mit einzigartigen Lösungen, diese Metabolite und Enzyme in Mikroorganismen zu produzieren, sind der Schlüssel zum Erfolg. Ergänzt durch die Expertise Pflanzen als nachwachsenden Rohstoff für Bioenergie und Biomaterialien durch Doppelhaploide und Protoplastenfusion züchterisch zu verbessern, liefert die Phytowelt ihren Kunden die beste Lösung zu einer grünen, sauberen und nachhaltigen Produktion.

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Das Industrieland Nordrhein-Westfalen will zu einem führenden europäischen Standort für Bioökonomie werden. Das regionale Innovationsnetzwerk „Modellregion für eine innovative und nachhaltige Stoffstromnutzung“, kurz RIN Stoffströme, befasst sich aus diesem Anlass in der Region Rheinland mit einer verbesserten Nutzung von Rohstoffen. Das Netzwerk wird durch das Wissenschaftsministerium NRW gefördert. Koordiniert wird es von CLIB2021, in Kooperation mit den beiden Kernpartnern Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) und EnergieAgentur.NRW.

E-Mail: herzberg@CLIB2021.de / Web: www.stoffstroeme.de / Tel.: +49 - 211 - 67 931 46



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